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Finstere Aussichten für deutsche Autobranche: Merkel prophezeit absehbaren Niedergang

(Foto: picture alliance / Wolfgang Kumm)
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Rechte liegen bei automobilwoche.de Samstag, 08. Juli 2017, 16.00 Uhr

BundesKanzlerin Angela Merkel soll sich bei einem Treffen mit EU-Politikern überaus pessimistisch über die Zukunft der Deutschen Autobranche geäußert haben.

 

Angela Merkel macht sich offenbar größte Sorgen um die Zukunft der deutschen Automobilindustrie. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Spiegel" habe die Bundeskanzlerin bei einem Treffen mit Kollegen aus dem Europäischen Rat Ende Juni den baldigen Niedergang der Branche prophezeit.

Jeder wisse, dass die Autoindustrie in ihrer heutigen Form nicht überleben werde, habe Merkel gesagt. Der Bericht bezieht sich dabei auf Angaben von Teilnehmern im Kreis der übrigen Staats- und Regierungschefs. Die Kanzlerin habe die Runde darauf vorbereiten wollen, "die Umstrukturierung unserer Autoindustrie in den kommenden Jahren zu begleiten und zu kompensieren", heißt es darin weiter.

 

Widerspruch zum Wahlprogramm

Eine Schwierigkeit sei dabei China, wo Firmen systematisch vielversprechende Neugründungen aus dem Hochtechnologie-Bereich aufkauften. Merkel befürchte, dass Deutschland dadurch Wettbewerbsvorteile einbüße. In der Debatte soll es auch um entsprechende Schutzmaßnahmen gegangen sein.

Schließlich stellen die "Spiegel"-Autoren heraus, dass die Aussagen im Widerspruch zum Wahlprogramm der CDU/CSU stünden. Immerhin forderten die Schwesterparteien darin, "dass die deutsche Automobilindustrie auch künftig ihre Weltmarktstellung behauptet". Die Autobranche ist mit rund einer Million Beschäftigten Deutschlands wichtigster Industriezweig. (mer)

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